Kapitel 23: Ein halber Balinese

Veröffentlicht auf von mal

Allem voran möchte ich nochmal von hier aus Vera und Scooter zum Jubiläum und bestandener Prüfung gratulieren! Ich hoffe ihr beiden habt schick gefeiert im schönen „alten Europa“!

 

Die Nacht war alles andere als angenehm. Starke Kopfschmerzen, leichtes Fieber, Schweiß und vor allem Magenbeschwerden prägten die wenigen Stunden zwischen Sonnenuntergang und Frühstück.

 

Jetzt liege ich in meinem Apartment, die Türen geöffnet und alles andere in Reichweite. Mein Kopfschmerz linderte sich, aber die Verdauung verursacht weiterhin Sorgen.

Ich muss bis morgen halbwegs transportfähig sein, da mein Ticket zum Speedboat um 9 Uhr abläuft.

 

Die Hitze der letzten Tage hat sich noch verschärft und ich denke darüber nach, ob mein Kreislauf nach den „kalten“ Tagen zuvor und mehreren Stunden praller Sonne im Lineup einen Schlag erlitten haben könnte.

So nutze ich die freie Zeit, in denen mein Unwohlsein erträglicher ist und tätige ein paar Einkäufe für die kleinen Inseln. Neben 50+ Sonnencreme, die hier nicht billiger ist, als in Deutschland, finden Schokoriegel, Vitaminsäfte und eine Handykarte in meinem Korb platz.

 

Ich fühle mich auf dem Rückweg fast wie ein halber Balinese. Ich habe nun meinen eigenen indonesischen Anschluss.

Telefonieren ist hier sehr billig. Eine Sms innerhalb Indo kostet 100 IR, was unter einem Cent (etwa 0,007Eur) ist.

Auch Gespräche nach Deutschland sind günstiger, als so manches Gespräch daheim von Mobiltelefon zu Handy (ca. 20cent / Minute).

Im Hintergrund meines noch recht langen Aufenthalts eine lohnende Anschaffung.

 

Auch der Alltag hier in Seminyak, der einen mit voller Wucht umgibt, sobald man den „green room“, mein Hotel, verlässt, stellt sich mir längst nicht mehr als so fremd dar, wie zu Beginn meiner Reise.

Der Mensch gewöhnt sich an fast alles sagt man. Und obwohl ich erst drei Wochen vor Ort bin, scheine ich die Umwelt hier immer mehr als „meine“ Umwelt wahrzunehmen. All die Schmutzigkeit, Hektik im Verkehr, die Gelassenheit der Menschen, die Gerüche und Gewohnheiten assimilieren mich nach und nach. Mein Kulturschock verfliegt und vermutlich steht mir ein neuer bevor, wenn ich die Füße wieder auf deutschen Boden setze.

 

In einer Email vom Kultusministerium habe ich erfahren, dass ich bereits am 30.10., also einen Tag nach meiner Rückkehr für den Staatsdienst vereidigt werde.

Der stressige Alltag bei euch zulande wird mich also schneller einholen, als erhofft. Und dennoch freue ich mich insgeheim auf einige Dinge. Es sind weniger Ordnung und Struktur, als die Menschen und die Sprache.

Doch noch liegt mehr als ein Monat Abenteuer vor mir, dem ich hoffentlich schon morgen in alter Kondition entgegen sehe.

 

Ich weiß nicht, wie es um die Internetanbindung der kleinen gili Inseln steht, so dass es sein kann, dass ich bis zu einer Woche kein Lebenszeichen von mir geben werde. Ich werde aber ein paar Notizen in meinem „realen“ Tagebuch vornehmen und sie dann später nachliefern.

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S
<br /> Ich schließe mich Actions lieb gemeinten Warnungen an! Wie sieht das denn aus, wenn du das Ref beginnst und dir dann vor versammelter Schülermannschaft gleich die Hose vom Allerwertesten rutscht...<br /> obwohl... naja :D<br /> <br /> <br />
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M
<br /> haha... vielleicht werde ich in Daenemark einfach von vornherein gar keine Hosen tragen, um diesem Schicksal zu entgehen <br /> <br /> <br />
A
<br /> GUTE BESSERUNG!!!<br /> ich drück die daumen für eine schnelle genesung!<br /> trau dir nicht zu viel zu! du übertreibst ja immer etwas ....<br /> <br /> und das mit dem gewichtsverlust mach mir auch sorge! hey! an dir war so ja schon nichts dran! pass auf dich auf!!!<br /> <br /> <br />
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