Kapitel 45: Another brick in the board

Veröffentlicht auf von mal

Der Surf heute morgen ist alles andere als gut. Der Swell hat

zwar deutlich zugenommen, doch bricht vieles Closeout, also auf ganzer Linie und das mit solcher Wucht, dass ich nach der ersten guten gestandenen Welle minutenlang nur noch Wassermassen auf den Kopf kriege, die mit solcher Wucht auf mich, dass ich während des Tauchgangs das Brett nicht mal an der Leash festhalten kann.

Dazu kommen auf einmal nach etwa einer Stunde Magenkrämpfe mit im Lineup. Herjee, das ist nicht mein Morgen.

 

Zurück im Camp bin ich fast allein, da beinah alle Gäste auf einem Daytrip in Kuta Beach beiwohnen. Also lese ich und und höre Musik, während ich mein herrlich europäisches Frühstück zu mir nehme. Vor ein paar Tagen habe ich mir im Bintang Supermarkt Kellogs Cornflakes und einen Liter Milch gegönnt, was hier reine Importware und daher relativ teuer ist.

Herrlich.

 

Das Wetter ist hier heute nicht besonders gut. Für Balinesische Verhältnisse. Zwar herrschen etwa 30 Grad und ein lauer Wind, doch wollte ich mich eigentlich den Mittag über in der Sonne zum kochen bringen, da doch das gesamte Areal bedingt durch den Daytrip befreit von anderen Menschen ist.

 

Des Mittags steht mein inzwischen alltäglich gewordener Gang zum Jack Johnson Warung an. Da sie mir das Rezept ihres Kultpancakes nicht verraten wollen, mache ich zumindest eine digitalisierte Zelluloid Aufnahme des Heiligtums am Canggu Beach.

 

Der Nachmittag bietet nichts neues. Ich schlafe wieder über zwei Stunden über meinem Buch in meinem Zimmer und stelle mich auf einen weiteren Surf gegen 16Uhr ein.

Daniel ist leider denn zweiten Tag nicht dabei. Wir waren an diversen Surfspots wie Medewi, Balangan und zig mal bei Low Tide in Batu Bolong. Doch wie die Ironie des Lebens es so gern bestimmt, scheitert er bei dem Versuch, einen Fußball zurück in den Pool zu schießen und trifft stattdessen mit dem nackten Zeh und voller Wucht den Bordstein.

 

Vielleicht gebrochen, aber definitiv recht blutig wird somit eine Surfpause für ihn eingeleitet.

 

Während des Sonnenuntergangs surfe ich während der kommenden Low Tide einige Wellen in Batu Bolong. Dabei treibt es mich immer mehr Richtung Strand, bis ich nach einer langen Linken beim paddeln plötzlich das Riff direkt an meinen Handflächen spüre. Verdammt. Die nächste Welle spült mich weiter über die scharfen Felsen und ich reiße mit die rechte Hand und einen Zeh auf. Später stelle ich weiter fest, dass mein Board einen größeren Riss auf der unteren Seite aufweist. Insgesamt geht die Sache jedoch recht glimpflich aus. Ich hätte mir genauso gut den gesamten Rücken am messerscharfen Gestein blutig schlitzen können. Sogar die Finnen sind noch intakt an der Boardunterseite.

 

Zurück im Camp behandle ich die Wunden schmerzvoll mit Limonensaft und bringe den Ventilator in Position, damit mein Brett über Nacht an den offenen Stellen austrocknen kann und ich es morgen früh bei Sonnenaufgang provisorisch mit Tape fixen kann. Ich sammle also weiter fleißig Dings, damit sich meine Versicherung am Ende des Trips auch auszahlt.

Doch mein heimtückischer Plan der künstlichen Winde geht nicht auf. Gegen sieben Uhr rekapituliert der Akku der Insel erneut und Bali ist ohne Strom. Ich rechne damit, dass sich dieser Zustand auch in der Nacht nicht ändern wird.

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A
<br /> wer versichert denn surfboards!?!<br /> <br /> offensichtlich sind dings ja an der tagesordnung!<br /> <br /> <br />
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M
<br /> hehe... du hast recht. Schön böd! Ich hab das auch das erste mal gesehen hier... und heute bzw vor ein paar Minuten hab ichs dem Ding-Guy gegeben (Dr. Ding) und der staunte nicht schlecht über<br /> meine gesammelten Übel...<br /> ich hab 20 Eur bezahlt für die Versicherung und sollte bald im Plus sein <br /> <br /> <br />