Kapitel 18: Sunseeker

Veröffentlicht auf von mal

Es regnet wieder. Entweder ich hab einen besonders nassen September erwischt, oder die Regenzeit setzt dieses Jahr zwei Monate früher ein als normal.

Mein Board ist noch nicht getrocknet von der Reparatur, da sich die Sonne einfach nicht blicken lassen will.

Meine Session muss wohl ausfallen heute morgen.

Also drehe ich mich noch einmal um und schlafe noch etwa zwei Stunden.

 

Um acht Uhr ergießt sich der Himmel immer noch über das Camp und ich verkrieche mich für mein Frühstück unter dem Strohdach unseres kleinen Restaurants.

 

Bis zur halbvier Session ist noch jede Menge Zeit, also widme ich mich diversen Emails und wecke anja damit mitten in der Nacht.

 

Carpe diem. Ich werde nachher ein paar Büros aufsuchen, um einen guten Kurs für ein Speedboat zu den Gili Islands auszuhandeln. Ich habe inzwischen Mitreisende gefunden. Meine Zimmernachbarin Elina aus Finnland, Dave aus der Schweiz und Christian aus Köln werden mich begleiten. Am Sonntag reisen wir hier ab auf der Suche nach Traumstränden und Ruhe vor dem hektischen leben in Kuta.

 

Da ich glücklicherweise bereits Kontakte durch Danilo und Sarvenio zu dessen besten Freund, Besitzer einer Tauchbasis dort und Apartmentvermietung bekommen hab, bin ich nun bester Dinge, dass mein noch grober Plan bis zum Wochenende Gestalt bekommt und in die Tat umgesetzt werden kann.

Gerade die Gegebenheit, dass wir nun aus vier Abenteurern bestehen, könnte letztlich den Schlüssel zu einer gravierend verbesserten Handelsposition darstellen.

 

Ich werde mir ein Openticket besorgen, so dass ich bereits nach vier Tagen oder auch erst nach einer Woche nach Bali zurückkehren kann. Vor allem unabhängig von meinen Mitstreitern.

Ich bin gespannt. Lasse alles auf mich zukommen.

 

 

Als mein Board gegen Nachmittag immer noch nicht trocken ist und die nächste Session im Regen von Kudeta erst in einer Stunde beginnt, mache ich mich auf den Weg in den Supermarkt und lege einen Zwischenstop im Reisebüro ein.

Die Verhandlungen verlaufen zunächst hart.

Der gute Mann verlangt eine Millionen für Fahrt nach Trawangan mit dem Speedboat inklusive einem Hafentransfer hin und zurück.

Erschwerend kommt hinzu, dass Ramadanwoche in Indonesien ist, so dass die wenigen Hotels recht gut ausgebucht sind.

Ich erzähle ihm, dass ich gestern in Kuta ein Angebot über 800 000 Rupiah bekommen hab. Natürlich glaubt er das nicht so recht, doch er lässt sich auf ein paar Preisannäherungen ein. Als er bei 950 000 IR angekommen ist, ziehe ich meinen Joker. Ich rücke endlich damit heraus, dass ich nicht alleine bin, sondern wir zu viert reisen.

Seine Augen glänzen und auf der neuen Verhandlungsbasis kann ich den Preis nochmals um 50 000 drücken.

Sein Freund hat eine Bungalowanlage. Mit diesen Aussagen muss man immer sehr vorsichtig sein, aber ich lasse mir die Adresse geben und werde gleich ein wenig im Internet forschen. Der Preis ist sehr gut.

60 Dollar für 4 Personen mit eigenem Zugang zum weißen Sandstrand.

 

Mein Board will einfach nicht trocken werden. Kaum Sonnenstrahlen trauen sich durch das triste Grau. Ich warte nun auf dem Sofa nahe der Bar auf meine Mitreisenden. Der Surf heute fällt flach.

Morgen wird großartig. Bestimmt.

 

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B
alter - das bin-tang shirt wirst du bei deiner rückkehr abgeben müssen ;)
Antworten
M
<br /> ....hehe.. ist gebongt Brother Bär! <br /> <br /> <br />