Kapitel 14: Der Deal meines Lebens

Veröffentlicht auf von mal

Nicht später als halb sechs klingelt mein Wecker. Die Sonne steht gerade mal am Himmel und wir befinden uns ein paar Minuten später am Mc Donalds Beach. Eine kleine Welle rollt hierdurch das noch nicht zu volle Lineup auf den Strand zu.

 

Nach dem Frühstück merke ich, dass mir einige Stunden Schlaf fehlen und die letzten kurzen Nächte ihren Tribut fordern. Ich nicke auf dem Bambusledersofa auf meinem Balkon ein und erwache erst gegen Mittag wieder, als ich allein mit Matt gen Batu Bolong aufbreche.

Dort angekommen beobachten wir den Ozean für etwa 15 Minuten und beschließen nicht ins Wasser zu steigen. Zu windig und bei Lowtide und unsauberer Welle einfach zu gefährlich mit all den herausstehenden Riffen und Felsen.

 

Doch umsonst fährt man nie an diesen etwa 40 Minuten entfernten Spot. Wir setzen uns an die Strandbar und bestellen Pancakes. DIE Pancakes.

Ich erfahre in der nächsten Stunde viel über den kleinen Mann aus California.

Er lebt schon sein Leben lang am Meer und surft seit seiner Kindheit.

Für seinen dreimonatigen Aufenthalt hier auf Bali hat er seinen Surfshop irgendwo in einem Kaff mit dem Namen Beachpoint, oder sunset-ocean oder ähnlich, geschlossen.

Meiner Meinung nach ist er der beste Surfer im gesamten Camp. Er war am Samstag sogar in Padang Padang im Wasser. Wenn ich ihn den Wellen sehe, versuche ich permanent in seiner Nähe zu bleiben, da dort mit großer Sicherheit die beste Position zum anpaddeln ist. Und paddeln kann der Mann von vielleicht 1,7 Meter, als hätte er zwei Außenbordmotoren.

 

An diesem Abend geht es endlich ins Zentrum von Kuta. Das Taxi bringt setzt mich an den Stadttoren ab und ich finde mich inmitten zig tagheller Reklamen, Autos, Kutschen, Menschenmengen, Restaurants und Gerüchen wieder.

Hier bebt das Leben. Kuta ist definitiv die touristische Hauptschlagader der Insel.

Kaum aus dem Taksi (das indonesische Alphabet kennt kein x) ausgestiegen, sollen mir erste Waren angedreht werden. Leider habe ich bereits genug Sonnenbrillen.

Ich nehme die ersten zehn Shops mit auf meiner Straße. Gleich im zweiten Shop passiert das Unglaubliche. Die ersten Sandalen auf der gesamten Insel bisher, die groß genug für meine Füße sind. Es sind keine Fälschungen, also blättere ich ganze 500 000 Rupiah auf die Ladentheke. Das ist zwar nur ungefähr die Hälfte des Preises in der Heimat, aber für balinesische Verhältnisse ein Vermögen.

Da ich aber seit meinem Bänderriss im Sprunggelenk vor ein paar Jahren vorsichtig bin mit zu locker sitzenden Schuhen, brauchte ich etwas großzügigeres Schuhwerk für längere Touren hier.

 

Als nächstes suche ich mir ein kleines Restaurant in einer Nebenstraße. Ich bestelle Bakmi goreng, eine Mischung aus gebratenen Nudeln, Ei, Huhn und noch einigen Dingen, die ich nicht kenne. Ich mache den Fehler „spicy“, also scharf zu bestellen.

Nun, es braucht zwei Bintangs und eine Flasche Wasser, um meinen Magen wieder zu neutralisieren.

 

Nach drei oder vier Stunden shoppen, handeln, sehen und fließen habe ich genug. Die Stadt reproduziert sich regelrecht an jeder Ecke.

Selbst die Geschäfte wiederholen sich nur noch. Es gibt etwa 20 RipCurl Stores, 20 Roxy Stores, 20 Volcom Stores usw. usw.. ... dazwischen Restaurants und Straßenhändler, Discotheken und Touristcenter. Ich bin müde.

 

 

Im Taxi bin ich immer noch sehr positiv gestimmt über meinen Kauf und bin froh das urbane Chaos von Kuta wieder hinter mir zu lassen. Das ist nicht meine Welt dort.

Als ich zu Hause angekommen entdecke ich, dass die Sandalen einen eingebauten Flaschenöffner in der Sohle haben.

Vielleicht der Deal meines Lebens.

 

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A
flaschenöffner in der sohle! wie geil ist DAS denn? das will ich auch!!!!!!<br /> <br /> cool find ich ja auch, dass du dieses suchspiel mit gepostest hast. der unterschied der beiden scheinbar gleichen fotos ist, dass da en paar flip flops in dem hinteren rechten regal nicht mehr da sind, richtig? das sind dann bestimmt deine survival sandalen gewesen, oder? stimmts?
Antworten
M
<br /> DU bist der EINZIGE, der das bemerkt hat <br /> <br /> <br />